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Stadt Vöhringen

ERFAHRUNGEN UND SPANNENDE DETAILS NACH FAST ZWEI JAHREN WASSERBÜFFELBEWEIDUNG IN DEN WASENLÖCHERN

städtische Mitteilungen

Patrizia überrascht die Teilnehmer

Silke Heider hatte offenbar das richtige Gespür: Immer wieder wurde sie in den vergangenen Monaten bei der Versorgung und Kontrolle der Wasserbüffel von interessierten Spaziergängern angesprochen. Schnell entstand die Idee, das Beweidungsprojekt und seine tierischen Landschaftspfleger einmal Jung und Alt vorzustellen und dabei von den Erfahrungen der vergangenen fast zwei Jahre zu berichten. 

Wie groß das Interesse daran ist, zeigte sich bei den beiden Terminen unter dem Motto „Wasserbüffel hautnah erleben“ am 25. und 27. September. Jeweils rund 30 Teilnehmer kamen bei spätsommerlichem Sonnenschein zusammen und lauschten den spannenden Schilderungen von Silke Heider über die Anfänge der Beweidung mit Wasserbüffeln am Rand des Naturschutzgebiets „Wasenlöcher bei Illerberg“ im Frühjahr 2025. 
Seit dem ersten „Zaunalarm“ auf dem Handy und einer nächtlichen Suche auf der Weide haben Manfred Prestele und Silke Heider viel gelernt. Und eines wurde dabei schnell deutlich: Die Wasserbüffel sind den beiden längst ans Herz gewachsen. 

Mit sichtlicher Begeisterung berichtete Silke Heider von ihren Erfahrungen. So erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass Wasserbüffel über einen ausgesprochen guten Geruchssinn verfügen und auf große Entfernung riechen können, wer sich ihnen nähert. Auch viele weitere kleine und große Besonderheiten aus dem Alltag mit den Tieren sorgten für erstaunte Gesichter und das eine oder andere Schmunzeln. 
Die Vertrautheit zwischen Silke Heider und den Tieren bot den Teilnehmern zudem eine besondere Gelegenheit: Die angelockten Wasserbüffel konnten aus nächster Nähe beobachtet werden – eine Chance, die sich auf der weitläufigen Weide nicht immer bietet. Schließlich muss man die Tiere dort manchmal erst einmal finden. 

Für eine besondere Überraschung sorgte schließlich der aktuelle Nachwuchs. Was für die Veranstaltungen zunächst Fluch und Segen zugleich war: Wasserbüffel-Kühe verstecken ihre neugeborenen Kälber in den ersten ein bis zwei Wochen gut geschützt und nahezu unauffindbar im Schilf. Erst wenn die Kleinen kräftig genug sind, schließen sie sich der Herde an. 
Doch bei den aufmerksamen Teilnehmern hatte ein wenige Stunden altes Kalb – noch mit Nabelschnur – an diesem Tag keine Chance, unentdeckt zu bleiben. Zur Freude aller bekam die große Runde den kleinen Neuankömmling tatsächlich zu Gesicht. Und schon wurde gemeinsam überlegt, wie das weibliche Kalb heißen könnte. 
Da ihre Mutter Pepe heißt, stand auch der Anfangsbuchstabe bereits fest. Nach einigen Vorschlägen war die Entscheidung schließlich gefallen: Das Kalb sollte Patrizia heißen. 

So endeten die beiden Veranstaltungen nicht nur mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Einblicken in das Leben der Wasserbüffel, sondern auch mit einer kleinen Namensgebung, die den Teilnehmern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. 
Die Führungen waren für die Teilnehmer kostenlos und wurden von der Stadt Vöhringen im Rahmen der Steuerungsgruppe „Fair trifft Regional“ unterstützt.