Aus dem Stadtrat

Zentrales Thema der Erörterung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Umweltausschusses vom 4. Juni 2018 war die Anfrage der CSU-Fraktion zur aktuellen Situation der Vöhringer Grundschule Nord. Hintergrund der Anfrage war das „Auseinanderklaffen der Schülerzahlen“ von der Vöhringer Grundschule Nord und der Vöhringer Grundschule Süd. Aktuell beträgt die Schülerzahl an der Grundschule Süd 257 Schülerinnen und Schüler, an der Grundschule Nord hingegen 125 Schülerinnen und Schüler.

Datum
Kategorien
  • städtische Mitteilungen

Ist demzufolge zu befürchten, dass an der Vöhringer Grundschule Nord sogenannte Kombi-Klassen eingerichtet werden müssen?

Was sind die Ursachen der sich unterschiedlich entwickelnden Schülerzahlen an den Grundschulen Nord und Süd?

Sind die Entscheidungen über die Gastschulanträge ursächlich für diese unterschiedliche Entwicklung?

Welches sind die Kriterien, nach denen die Gastschulanträge beurteilt werden?

Dies waren zusammengefasst die Kernfragen dieser Anfrage.

Herr Bürgermeister Janson nahm zunächst Bezug auf die Sitzung des Stadtrates vom
17. Mai 2018, in der bereits kurz Stellung zu dieser Thematik genommen worden.

Sodann berichtete er insbesondere über die zur Sitzung eingeholte Stellungnahme des Staatlichen Schulamtes und betonte, dass entgegen den Befürchtungen der Eltern und des Schulleiters der Grundschule Vöhringen Nord nach Angaben des Staatlichen Schulamtes es nicht vorgesehen sei, an dieser Schule zum nächsten Schuljahr jahrgangskombinierte Klassen einzurichten.

Die Grundschule Vöhringen Nord sei nach den Worten von Herrn Bürgermeister Janson in ihrem Bestand keineswegs gefährdet.

Dies würde sich nicht zuletzt aus der Tatsache begründen, dass durch die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete im Vöhringer Norden in naher Zukunft auch steigende Schülerzahlen im Schulsprengel der Grundschule Vöhringen Nord zu erwarten seien.

Aber auch in der Stadtmitte würden immer wieder bauliche Nachverdichtungen erfolgen, sodass auch dort mit einer Konstanz an Schülerzahlen gerechnet werden kann.

In der anschließenden Aussprache verweisen die Gremiumsmitglieder auf die damalige unmissverständliche Entscheidung der Grundschule Vöhringen Nord, die sich trotz mehrfacher ausdrücklicher Empfehlung der Stadt Vöhringen gegen die Einführung einer gebundenen Ganztagsklasse und vielmehr für die Einrichtung eines Hortes an ihrer Schule ausgesprochen habe.

Daraufhin habe sich die Grundschule Vöhringen Süd für einen gebundenen Ganztageszug entschieden, was von den Stadträten als weitere Ergänzung zum bereits bestehenden vielfältigen schulischen Betreuungsangebot im Stadtgebiet Vöhringen sehr begrüßt worden sei.

 

Herr Bürgermeister Janson zitierte abschließend aus dem Schreiben des

Staatlichen Schulamtes:

 

„Das Staatliche Schulamt Neu-Ulm unterstützt und begrüßt die vielfältigen,

zukunftsweisenden Investitionen in die Bildungslandschaft der Stadt Vöhringen.

Das Angebot an den drei Grundschulen mit gebundenem Ganztag, Hort und Mittagsbetreuung sowie an der Uli-Wieland-Mittelschule ist sehr gut.

Ob eine Schule viele oder wenige Klassen aufweist ist kein Zeichen von Bildungsqualität. Wichtig ist, dass alle Klassen – egal an welcher Schule – gut mit Personal versorgt werden.

Das Staatliche Schulamt Neu-Ulm schätzt sehr die engagierte Arbeit der Schulleitungen und der Lehrkräfte an den Vöhringer Schulen.

Die Arbeit an allen drei Grundschulen ist geprägt von Engagement und Einsatz für die bestmögliche Erziehung, Förderung und Unterrichtung der Kinder.“

Weitere Nachrichten