STOLPERSTEINE IN NEUEM GLANZ

„Putzete“ mal anders
Als Beitrag zur „Putzete“ in Vöhringen hat sich eine kleine Gruppe von engagierten Vöhringer Bürgern daran gemacht, den 17 Vöhringer Stolpersteinen, in Erinnerung an die von den Nazis ermordeten Familien von Johannes und Richard Eckstein, wieder neuen Glanz zu verleihen.
Bei einem vergleichbaren Einsatz im letzten Jahr hatte sich gezeigt, dass es erhebliche Mühe kostet, Verschmutzungen, die sich über viele Monate angesetzt haben, wegzuschrubben.
Als Ergebnis der intensiven Bearbeitung der Steine kann man nun wieder die Namen der einzelnen Familienmitglieder deutlicher erkennen und sehen, dass sechs der Ermordeten noch Kinder und vier noch Jugendliche waren. Der Dank der Stadt Vöhringen gilt der fleißigen „Putztruppe“ für ihren besonderen Einsatz.
An die Opfer der Familien Eckstein während der NS-Zeit erinnert auch die Ecksteinstiftung, gegründet durch Rolf Eckstein, einen der wenigen Überlebenden der Ecksteinfamilie. Seine Stiftung stellt jungen, hochtalentierten Musikern aus verschiedenen Nationalitäten leihweise wertvolle Instrumente aus dem Familienbesitz zur Verfügung, um Talente zu fördern. Leider ist Rolf Eckstein im Februar dieses Jahres gestorben. Es wäre schade, wenn die im 2-jährigen Turnus im Wolfgang-Eychmüller-Haus stattfindenden Konzerte der Stipendiaten damit ein Ende fänden. Denn neben den Stolpersteinen ist es diese musikalische Tradition, die an den traurigsten Teil der Geschichte Vöhringens erinnert.