ENTSIEGELUNGSKONZEPT DER STADT VÖHRINGEN

Bürger können Vorschläge einreichen
Im Rahmen des Straßenausbauprogramms und des ISEKs (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) wird das Thema Entsiegelung bei größeren städtischen Baumaßnahmen bereits berücksichtigt. Beim ISEK hatten Bürgerinnen und Bürger außerdem bereits die Möglichkeit, Ideen für die Stadtentwicklung miteinzubringen.
Im Straßenausbauprogramm sind beispielsweise folgende Projekte in den nächsten Jahren vorgesehen, bei denen das Thema Entsiegelung berücksichtigt wird:
►Gestaltung der neuen Rathausmitte (geplante Bauausführung 2027)
►Ausbau der Ulmer Straße zwischen der Straße Zur Säge bis zur Vogelstraße (geplante Bauausführung 2028/2029)
►Ausbau Schleifweg von der Memminger Straße bis zur Straße Bei der Ölmühle (geplante Bauausführung 2029)
►Ausbau der Bahnhofstraße (Start Planung 2029)
Arten der Entsiegelung
Im Wesentlichen kann unter drei Arten der Entsiegelung unterschieden werden. Der Vollentsiegelung, der Teilentsiegelung und der funktionalen Entsiegelung.
Vollentsiegelung:
Entfernung aller wasser- und luftundurchlässigen Schichten. Der verdichtete Boden wird aufgelockert und die natürliche Funktion wird möglichst wieder hergestellt.
Ein Beispiel für die Vollentsiegelung im öffentlichen Raum ist der Rückbau von überdimensionierten Straßenquerschnitten oder überdimensionierten Kreuzungen. Zu beachten ist, dass es bei allen Entsiegelungen auch Interessenkonflikte geben kann. Beispielsweise bei der Reduzierung von Stellplätzen. Beim Beispiel der Stellplätze wäre dann zu prüfen, ob nicht immerhin eine Teilentsiegelung stattfinden kann.
Teilentsiegelung:
Eine Teilentsiegelung kommt bei Flächen in Betracht, die weiterhin eine gewisse Baulast tragen müssen und nicht vollständig in Grün- oder Gartenland umgewandelt werden können. Es werden nur verhältnismäßig geringe Flächenanteile vollentsiegelt oder undurchlässige Beläge wie Asphalt- oder Betonflächen durch teilweise durchlässige Materialien, z.B. Pflaster mit breiten Fugen, Rasengitterpflaster oder Kies-Splitt-Decken ersetzt.
Funktionale Entsiegelung:
Regenwasser wird nicht in die Kanalisation abgeleitet, sondern vor Ort versickert oder zwischengespeichert. Die Funktionale Entsiegelung ist insbesondere dann eine Option, wenn aufgrund einer starken Nutzung oder einer dichten Bebauung Flächen nicht entsiegelt werden können.
Beispiele hierfür sind die Begrünung von Dächern, Pflanzung bodengebundener Fassadenbegrünung oder die Wurzelraumoptimierung.
Beispiele für kleinere Entsieglungsmaßnahmen im Stadtgebiet:
(siehe beigefügte Bilder)
►Baumwurzeloptimierung am Kirchplatz
►Parkplatzentsiegelung am Rathaus
►Entsiegelte Flächen zum Verweilen mit Sitzgelegenheit bei Zur Säge
Bürgerbeteiligung – Schicken Sie uns Ihre Entsiegelungsvorschläge und Vorschläge für mehr Grün im Stadtgebiet
Bei der Abwicklung von großen Planungsmaßnahmen verliert man oft das Auge für das Kleine. Auch kleinere Entsiegelungsmaßnahmen sind für die nachhaltige Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Bürger vor Ort erkennen oft Flächen im öffentlichen Raum mit Entsiegelungspotenzial.
Kennen Sie eine konkrete Fläche, die entsiegelt oder teilentsiegelt werden sollte?
Senden Sie uns Ihre Idee an:
►E-Mail: umwelt@voehringen.de
Gerne nehmen wir Ihre Idee auch persönlich oder telefonisch entgegen. Ansprechpartner im Rathaus sind:
Christoph Gutermann
►Tel.Nr.: 07306/9622416 (Umweltamt)
Marcus Jung
►Tel.Nr.: 07306/9622417 (Klimaschutzmanager)
Bitte beachten Sie, dass nur Grundstücke im öffentlichen Raum berücksichtigt werden können!

