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Stadt Vöhringen

DREI STÄDTE, EIN BUCHSTABE UND JEDE MENGE GUTE LAUNE

städtische Mitteilungen

Vöhringen war Gastgeber des diesjährigen 3-V-Treffens

Aller guten Dinge sind drei – und in diesem Fall beginnen sie sogar mit dem Buchstaben V: Vöhringen, Vizille und Venaria Reale. Im Rahmen der langjährigen Städtepartnerschaften treffen sich die drei Partnerstädte jedes Jahr zum sogenannten 3-V-Treffen, das reihum in einer der Kommunen stattfindet. Nachdem die Vöhringer Delegationen in den vergangenen beiden Jahren in Frankreich und Italien zu Gast waren und die Gäste aus Vizille und Venaria Reale zuletzt zur 875-Jahr-Feier nach Vöhringen kamen, war in diesem Jahr wieder die Illerstadt Gastgeber. 

Wenn sich Vöhringen, Vizille und Venaria Reale treffen, dann verbindet sie weit mehr als nur der gemeinsame Anfangsbuchstabe. 

Bürgermeister Michael Neher begrüßte die Delegationen im Hotel Noblesse und stimmte sie auf ein abwechslungsreiches Programm ein. Dass das Treffen genau auf das Vöhringer Stadtfest fiel, war dabei alles andere als Zufall – schließlich zeigt sich Vöhringen dann von seiner besonders geselligen Seite. 
Der erste Ausflug führte die Delegationen nach Ulm. Dort bewies der Vöhringer Senioren- und Partnerschaftsbeauftragte Edmund Klingler einmal mehr, dass er nicht nur Vöhringen, sondern auch Ulm wie seine Westentasche kennt. Vom bis vor Kurzem höchsten Kirchturm der Welt des Ulmer Münsters bis zu den verwinkelten Gassen des Fischerviertels gab es viel zu entdecken. Nach einem zünftigen Mittagessen blieb sogar noch Zeit für das Internationale Donaufest mit seiner bunten Mischung aus Kultur, Musik und europäischem Miteinander auf der Ulmer und der Neu-Ulmer Seite entlang der Donau. 

Am Freitag um 18:00 Uhr war es dann soweit: Bürgermeister Michael Neher stach das erste Fass Bier höchstpersönlich selbst an, bevor sich Vöhringen von seiner festlichsten Seite zeigte: Beim Stadtfest wurde gemeinsam angestoßen, geschlemmt und gelacht. Die Gäste aus Frankreich und Italien ließen sich die gute Stimmung nicht entgehen und waren von der Herzlichkeit der Vöhringer ebenso begeistert wie von der Musik der verschiedenen Musikkapellen sowie vom bunten Treiben auf dem Festgelände. 

Der Samstag führte die Besucher in eine ganz andere Welt – hinaus in die Wasenlöcher. Nach einer eindrucksvollen Präsentation über das Naturschutzgebiet durch Ulrich Kroner vom Foto-Club Vöhringen e.V. wartete bereits der wohl außergewöhnlichste Programmpunkt des Wochenendes: der Besuch der Wasserbüffel. Die imposanten Tiere wurden ausgiebig bestaunt und fotografiert, während Silke Heider, die gemeinsam mit Manfred Prestele das Beweidungsprojekt betreut (wir berichteten), interessante Einzelheiten über die Wasserbüffel berichten konnte. Spätestens bei der anschließenden Brotzeit mit Büffelwurst vom Grill war klar: So schmeckt Beweidung und Landschaftspflege! Für manchen Gast dürfte das wohl eine der ungewöhnlichsten Spezialitäten gewesen sein, die jemals auf dem Teller landete. 
Dass Vöhringen neben Natur auch Technikgeschichte zu bieten hat, zeigte anschließend das private Oldtimer-Museum von Josef Kast in Illerberg. Alte Motorräder, glänzendes Chrom und viele spannende Geschichten sorgten dafür, dass nicht nur die motorbegeisterten Teilnehmer ins Schwärmen gerieten. 
Den krönenden Abschluss bildete erneut das Stadtfest mit vielen persönlichen Gesprächen, Musik und geselligem Beisammensein. Beim Frühschoppen am Sonntag hieß es schließlich Abschied nehmen – allerdings nicht für lange. Denn eines wurde an diesem Wochenende wieder deutlich: Städtepartnerschaften leben nicht von Urkunden oder offiziellen Programmpunkten, sondern von Freundschaften, gemeinsamen Erlebnissen und einer großen Portion Herzlichkeit. 

Und so nahmen die Gäste aus Vizille und Venaria Reale nicht nur viele schöne Erinnerungen mit nach Hause, sondern vermutlich auch die Erkenntnis, dass man in Vöhringen nicht nur hervorragend feiern kann, sondern zwischen Ulmer Münster, Stadtfest und Wasserbüffeln eine ganze Menge zu erzählen hat.