Volkstrauertag 2017

Der Einladung zu den Gedenkfeiern am Volkstrauertag 2017 in Vöhringen, Illerberg/Thal und Illerzell folgte auch der 1. Bürgermeister der Partnerstadt Vizille, Herr Jean-Claude Bizec, und eine kleine Delegation aus Vizille, Frankreich.

Mehr als 70 Jahre liegt bereits das Ende des Zweiten Weltkrieges zurück.

So gedachte man auch am diesjährigen Volkstrauertag der vielen Opfer von Gewalt und Krieg.

Aber unser aller Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gelte vor allem dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt, wie dies 1. Bürgermeister Karl Janson in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte.

70 Jahre nach diesem unermesslichen Leid seien wir aber nicht mehr allein

in der Erinnerung.

Wir als Deutsche, unsere Gäste und Freunde aus Frankreich, und

viele Völker Europas verbinde ein gemeinsames "Nie wieder" und eine

gemeinsame Verantwortung für den Frieden in Europa.

1914 zogen Deutsche und Franzosen noch als "Erbfeinde" in den Krieg.

Und als am 8. Mai 1945 in Paris die Kapitulationserklärung Deutschlands unterzeichnet wurde und das Ende des Horrors des zweiten Weltkriegs besiegelt wurde, hätte wohl niemand für möglich gehalten, dass nur wenige Jahre später, 1963, ein Freundschaftsvertrag von europäischem Rang zwischen beiden unterzeichnet werden würde: der Elysée-Vertrag.

Diese Freundschaft zwischen unseren ehemals verfeindeten Ländern könne ebenso Vorbild für die Aussöhnung an anderen Orten der Welt sein.

Und Städtepartnerschaften, so Bürgermeister Karl Janson, wie die nun

seit 15 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Vizille und Vöhringen, diese seien das Fundament und die Säulen für Völkerverständigung und den Frieden.

Frankreich und Deutschland wussten diesen Weg des Friedens nach dem Zweiten Weltkrieg zu gehen.

Unsere beiderseitige Städtepartnerschaft sei ein sichtbares Zeichen dieser Versöhnung und Freundschaft.

Der 1. Bürgermeister der Partnerstadt Vizille, Herr Jean-Claude Bizec, griff diese Botschaft ebenfalls auf.

„Ich trage eine tiefe Verbundenheit und großen Respekt für all jene,
die sich der Bewahrung und Weitergabe des Gedenkens verschrieben
haben, in mir und ich versäume nicht, dies bei jeder Gedenkfeier zu tun.

Deshalb müssen wir sorgsam sein, ein hohes Verantwortungsbewusstsein

für diese Werte haben und aktiv, jeden Tag auf’s Neue für Freiheit und Frieden eintreten.

Lassen Sie uns dies niemals vergessen, um eine Wiederholung der Fehler
und Vergehen der Vergangenheit zu vermeiden.

Lassen Sie uns also Träger dieses Friedens sein, der sich der Überzeugung der Gewalt entgegenstellt und ebenso deren Opfer, den Gefallen, derer wir heute gedenken, damit dies nicht vergeblich gewesen sein wird.

Es lebe Frankreich, es lebe Deutschland, es lebe der Frieden zwischen den Völkern!

 

Musikalisch umrahmt wurden die Gedenkfeiern von Herrn Otto Baur auf der Trompete, der Musikkapelle Illerberg/Thal, der Trachtenkapelle Illerzell, dem Männergesangverein Illerberg/Thal und dem Liederkranz Vöhringen, denen Dank gilt.

Dank gilt ferner den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, der Soldatenbünde und der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen, Illerberg/Thal und des Löschzuges lllerzell sowie den Vertretern der Bundeswehr, die diesen Gedenkfeiern noch eine besondere Note verliehen haben.