150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vöhringen - Festakt


Mit einem großen Festprogramm wollen die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie vielen Gästen dieses Ereignis vom 5. bis 8. Mai 2016 auch auf dem Festgelände rund um das Kulturzentrum „Wolfgang-Eychmüller-Haus“ und der Pfarrkirche St. Michael Vöhringen feiern.

Der Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten war schon vielversprechend und sehr gelungen.
Zahlreiche Gäste und Ehrengäste waren der Einladung von Bürgermeister Karl Janson zum großen Festakt am 12. März 2016 im Vöhringer Kulturzentrum „Wolfgang-Eychmüller-Haus“ gefolgt.
Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen, Herr Hermann Hufnagel, freute sich über die Präsenz so vieler Feuerwehrfrauen und –männer und nannte die Wehren „einen Grundpfeiler in der heutigen Gesellschaft“.
Bürgermeister Karl Janson brachte eingangs seiner Festansprache zum Ausdruck, dass 150 Jahre solidarischer Dienst am Nächsten wahrhaft ein berechtigter Grund zum Feiern, wahrhaft aber auch ein Grund zum Danken seien.
Brände waren in der damaligen Zeit der Gründung des Feuerwehrvereins Vöhringen noch eine ständige Bedrohung in unseren Städten, Märkten und Gemeinden.
Auch die Art der Bekämpfung war noch eine ganz andere als heute.
Zur Brandbekämpfung wurden noch Ledereimer benutzt, welche an den Brunnen gefüllt und an zentralen Stellen gelagert waren.
Heutzutage habe sich das Feuerwehrwesen wesentlich verändert.
Ganz neue und andere Herausforderungen und Aufgaben seien heute zu bewältigen.
Die Hilfeleistung werde zunehmend professionalisiert, und dies in allen Bereichen, angefangen von der Ausstattung der Gerätschaften und Fahrzeuge bis hin zur der persönlichen Qualifikation einer jeden einzelnen Feuerwehrkameradin bzw. Feuerwehrkameraden.
Auch Frauen leisten heute diesen Dienst.

Eines habe sich aber unverändert bis heute erhalten, der große Gemeinsinn und die vorbildliche bürgerschaftliche Bereitschaft des Eintretens für den Nächsten in Not getreu dem Leitwort: „Einer für alle – und alle für einen“.
Insofern sei die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen auch eine großartige Bürgerinitiative der mitmenschlichen Solidarität, ein lebendiges Zeichen der mitmenschlichen Solidarität, ohne die keine Gesellschaft auf Dauer Bestand habe.
Ausführlich ging Bürgermeister Janson auch auf die bedeutenden Wegmarkierungen in der 150jährigen Vita der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen und auch den Bau des neuen und architektonisch sehr modern gestalteten Feuerwehrgerätehauses an der Haydnstraße ein, welches bis heute Heimat der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen ist.
Er sprach allen, die in den vergangenen 150 Jahren ihren Beitrag zur Sicherheit und dem Schutze der Bevölkerung in der Gemeinde und Stadt Vöhringen geleistet haben, seine persönliche Anerkennung und seinen Dank für Ihren Dienst am Nächsten aus und übergab dem 1. Vorsitzenden Hermann Hufnagel und dem 1. Kommandanten Sven Görmiller neben einer finanziellen Jubiläumszuwendung auch eine große Dankurkunde.

Landrat Thorsten Freudenberger brachte in seinem Grußwort zum Ausdruck, dass der ehrenamtliche Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr kein x-beliebiges Hobby sei, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe.
Trotz der heute den Wehren zur Verfügung stehenden Gerätschaften und Technik sei doch eines unverändert geblieben, der persönliche Einsatz der Frauen und Männer.
Und bei all den Einsätzen, beim Löschen von Bränden, beim Bergen von Unfallopfern und  anderen technischen Hilfeleistungen sei der Mensch durch nichts zu ersetzen.
Auch er dankte allen Einsatzkräften für ihren solidarischen Dienst und übergab dem Vorsitzenden Hermann Hufnagel ein Geldpräsent.

Michael Seger, Kreisbrandrat vom Kreisfeuerwehrverband Oberbayern, überbrachte gleichfalls die besten Glückwünsche zum Jubiläum.
Er wies auf die weitreichende Ausbildung hin, denen sich heute die Aktiven im Dienst zu unterziehen haben.
Nur so sei auch eine qualitative Hilfeleistung möglich.
Er mahnte auch an, das Bemühen um den Nachwuchs frühzeitig und kontinuierlich anzugehen.
Dies sei eine der wichtigsten Aufgaben, damit die Wehren auch in der Zukunft personell Bestand haben.
Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt, Neu-Ulm, machte ebenfalls den großen Wandel in der Aufgabenstellung der heutigen Wehren deutlich.
Auch für ihn stehe der Mensch im Mittelpunkt, und dies gleich zweifach:
Zum einen der Mensch, der Hilfe benötige, zum anderen der Mensch, der diese Hilfe leiste.
Die Kommunen wiederum seien gefordert, die Feuerwehren entsprechend der örtlichen Gegebenheiten und der finanziellen Mittel auszurüsten und zu unterstützen.
Eine schnelle Hilfeleistung bei Gefahr, eine hohe Motivation der Einsatzkräfte und geringe Kosten im Vergleich zum Leistungsumfang könne nur gelingen, indem die Feuerwehrfrauen und-männer aus der Gesellschaft selbst erwachsen.
Ein sehr hohes Niveau im Bereich Rettung, beim abwehrenden Brandschutz und technische Hilfe sowie Vorsorge, vermittelt durch ehrenamtlich tätige Spezialisten direkt aus der Mitte der Gesellschaft, das sei beispiellos und verkörpere das Feuerwehrwesen als eine der wesentlichen Säulen in der Sicherheitsstruktur des Landkreises Neu-Ulm.

Die Stadtkapelle Vöhringen zeichnete sich für die musikalische Umrahmung des Festaktes verantwortlich und gab diesem dadurch eine besonders festliche Note.
Dass sich die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen um den Nachwuchs tatsächlich keine Sorgen zu machen brauche, verdeutlichten die Mädchen und Buben von der Kindertagesstätte Rappelkiste mit einem von den Gästen begeistert aufgenommen Beitrag.
Gekonnt löschten sie mit Schlauch und Eimer und einer vorbildlichen Ausrüstung einen simulierten Brandeinsatz (siehe hierzu auch Sonderseite).