Großer Faschingsendspurt in Vöhringen

Ein Endspurt nach Maß:
Mit viel Lebensfreude, großer Begeisterung und einer Superstimmung
wurden die Tage vom „Gumpigen Donnerstag“ bis zum Faschingsdienstag in Vöhringen und den Stadtteilen gefeiert.
Der deutsche Dichter und Schriftsteller Christian Morgenstern hat zutreffend einmal gesagt:
„Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen
hineinhuschen kann.“
Und das Buch Jesus Sirach im Alten Testament gibt folgenden Rat:
„Überlass dich nicht der Sorge, schade dir nicht selbst durch dein Grübeln.
Herzensfreude ist Leben für den Menschen,
Frohsinn verlängert ihm die Tage.
Überrede dich selbst und beschwichtige dein Herz,
halte Verdruss von dir fern!
Denn viele tötet die Sorge, und Verdruss hat keinen Wert.
Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt.
Der Schlaf des Fröhlichen wirkt wie eine Mahlzeit,
das Essen schlägt gut bei ihm an.“
(Sir 30,22-25)
In diesem Sinne waren die Faschingstage lohnende Freudentage, die den
manchmal tristen und beschwerlichen Alltag für ein paar Stunden oder Tage vergessen ließen.
In ein buntes Narrenkleid hatte sich die Stadt Vöhringen und auch das Rathaus gehüllt.
Viele Narren und Maskierte, rund 400 wunderbar kostümierte Kindern der
örtlichen Kindertagesstätten zogen bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein am „Gumpigen Donnerstag“ durch die Straßen, begleitet von fetziger Musik und guter Laune.
Umringt von Rittern und Burgfräulein aus Illerzell, von wilden Zirkustieren und allerlei Faschingsmaskerern und Häsgruppen zog sich der Gaudiwurm durch die Straßen.
Mit dabei waren natürlich die „Wasamolle“ Illerberg/Thal, die Illertaler Wasserbätscher, die Stadtkapelle Vöhringen, die Bellenberg Lacha-Dreggler,
die Fanfare Ulmer Spatzen, die Vöhringer Duragoischd’r, die Illertaler Waldschrath, die Nano Rothtal Weißenhorn und nicht zuletzt die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen.
Eine tolle Geschichte zum Rathaussturm hatte sich die Illerberg/Thaler Brauchtumsgruppe „Wasamolle“ gemeinsam auch dieses Jahr wieder mit dem Bürgermeister Karl Janson ausgedacht, der als Christopher Kolumbus viel wertvolle Ware und neue Kultur nach Vöhringen von seiner langen Schiffsreise auf der „Santa Maria“ von Amerika nach Vöhringen mitbrachte.
Auch den Indianerhäuptling Ulioux vom Stamm der Inka war mit nach Vöhringen gereist.

                          „Ein Bürgermeister, der sich Kolumbus nannt‘,
                    fuhr von Vöhringen aus mit dem Schiff in fremdes Land.
                                   Es drückten ihn die Sorgen schwer,
                       deshalb suchte er neues Land und das weite Meer.“

Dorothea I war es gleichwohl gelungen, die Rathausschlüssel ausgehändigt zu erhalten.
Bis zum Aschermittwoch regieren nun wieder die „Wasamolle“ im Rathaus.
Mit dieser herrlich gelungenen Faschingsfete hat Vöhringen einmal mehr zahlreiche Besucher angelockt und sich als Faschingshochburg präsentiert.
Hunderte von Kindergartenkinder hatten ihre wahre Freude!