1. Vöhringer Unternehmertag

Neben sehr kompetenten Fachreferenten mit einem breiten Themenspektrum kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz.
Landrat Thorsten Freudenberger freute sich über „die gesunde Struktur und den guten Mix aus Industrie und kleinen und mittelständischen Unternehmen gerade in Vöhringen“.
Die Arbeitslosenzahlen in der Region, sonst im Februar saisonbedingt höher, sind, so Landrat Freudenberger, so niedrig, wie schon lange Zeit nicht mehr, so dass man von Vollbeschäftigung sprechen könnte.
Das, was der Landkreis und die Stadt Vöhringen in den Schulbereich investieren, sei zukunftsweisend.
Auch Staatssekretär Franz Josef Pschierer vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, war voll des Lobes.
„Das Gewerbe müsse sich bei solchen Veranstaltungen oder Gewerbeschauen präsentieren.“
Für ihn sei die persönliche Begegnung im Handel die wichtigste aller Tugenden.
Und diese mache auch der Computer nicht überflüssig.
Der Staatssekretär wolle mit seinem Ministerium Partner für Handel und Gewerbe sein.
Denn es gehe letztlich ja auch um Arbeitsplätze.
Franz Josef Pschierer ermunterte auch, sich im Ausland zu engagieren.
Als Beispiel führte er Luxushotels in Dubai an, die aus bayerischen Betrieben edel gemachte Kleiderbügel und solide Matratzen beziehen.
„Wir wollen Türöffner für solche Geschäftsbeziehungen sein“, so der Staatssekretär.
Bürgermeister Karl Janson, Vorsitzender des Gewerbevereins, hatte zuvor die Veranstaltung mit Blick der Situation des Einzelhandels in die nahe Zukunft eröffnet.
Er bezog sich u.a. auf eine aktuelle Studie zum Thema Einzelhandel.
Eine der zentralen Thesen der Studie:
Die Handelswelt von heute werde es so nicht mehr geben.
70 Prozent der traditionellen Händler werden sich wohl völlig neu erfinden müssen oder sie verschwinden.
Die klare Botschaft dieser Untersuchung mache Sorgen, so Bürgermeister Janson:
Der traditionelle Kunde sterbe vielleicht doch aus und damit auch der traditionelle Handel!
Nun könne man über die Vorhersagekraft solcher Studien sicherlich geteilter Meinung sein.
Veränderungen gab es schon immer und nicht umsonst heißt es „Handel ist Wandel“.
Gleichwohl bedrücke ihn in der Funktion als Bürgermeister diese Entwicklung.
Sei es doch schon seit mehr als 15 Jahren ein großes Anliegen, hier in unserer Stadt Vöhringen, die Kernstadt neu zu beleben und dem Einzelhandel bessere Rahmen-bedingungen zu schaffen.
Der Einzelhandel, der mittelständische Handel, unser örtliches Gewerbe, sie seine das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft.
Sie machen unsere Städte erst lebendig.
Der örtliche Einzelhandel, die örtlichen Dienstleistungsbetriebe, die örtlichen Gewerbebetriebe prägen in hohem Maße das Stadtbild, sie schaffen Frequenz, Frequenz nicht zuletzt auch für kulturelle Sehenswürdigkeiten oder für die Gastronomie.
Diese Botschaft wolle man auch mit dem 1. Vöhringer Unternehmertag nach draußen tragen, hin vor allem auch zum Verbraucher.
Die Innenstädte mit den zahlreichen unterschiedlichen Geschäften, mit vielfältigem Angebot, mit bunten Schaufenstern und attraktiven Läden, sie sollen auch weiterhin Lebensqualität vor Ort schaffen.
Bürgermeister Janson sprach von einer unverzichtbaren „Symbiose von Stadt und Handel“.
Den Kunden sehen, den Kunden verstehen“, dies war das Thema des aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Referenten Andreas Hartmann, der die Bedeutung der Körpersprache eindrucksvoll interpretierte.
Vor allem die Augen, aber auch die Hände machen einen Großteil der Körperhaltung aus.
An einem Händedruck lasse sich z.B. klären, mit wem habe ich es zu tun.
Es war ein humorvoller Beitrag, in den der Referent immer wieder die Zuhörer und Gäste mit einbezog.
Und an diesem Nachmittag kam auch im Weiteren die Unterhaltung nicht zu kurz.
Der gleichfalls aus dem Fernsehen bekannte Bauchredner Perry Paul mit seinen fröhlichen „Partnern“ Tucan, Tschouseff, afro-amerikanischen Geblüts, und Publikumsliebling Amadeus lockerten den informativen Nachmittag sehr lebendig und hintergründig auf.
Es durfte gelacht werden.
Vor dem Kulturzentrum konnten sich die Besucher im Segwayfahren üben oder mit dem E-Mobil eine kleine Stadtrundfahrt unternehmen.
Ungewohnt, so auch der Vertreter der LEW, Herr Peter Kraus, dass der PKW nahezu geräuschlos fährt.
(siehe hierzu auch die Sonderseite)