Pfarrei St. Ulrich, Patrozinium

Ulrich wurde im Jahr 890 in Augsburg geboren.
Er wurde an der Klosterschule St. Gallen ausgebildet.
923 wurde er zum Bischof von Augsburg und zugleich zum Reichsfürsten ernannt. Nach einem Überfall der Ungarn war das Bistum Augsburg und die ganze nähere Umgebung von Augsburg verwüstet.
Bischof Ulrich baute es wieder wirtschaftlich und auch militärisch auf und konnte in der legendären Schlacht auf dem Lechfeld die Ungarn schlagen und dem Land den Frieden sichern.
Bischof Ulrich war aber nicht nur ein guter „Politiker“, sondern auch ein eifriger Seelsorger.
Er kümmerte sich um gute Priester und sorgte selbst für die Armen.
Im Jahr 973 starb Bischof Ulrich und wurde bereits im Jahr 993 von der Römischen Synode heiliggesprochen.
Der hl. Ulrich wird als Bischof mit Fisch und Buch dargestellt.

In diesem Jahr war zum Patrozinium der Pfarrgemeinde St. Ulrich Illerzell S.E. Bischof em. Dr. Walter Mixa der Einladung von Herrn Stadtpfarrer Michael Menzinger gefolgt und zelebrierte gemeinsam mit ihm den Festgottesdienst.
Freudig wurde Bischof Dr. Walter Mixa von den Gläubigen vor der Pfarrkirche empfangen und begrüßt.
Dr. Walter Mixa wurde am 16. Juli 2005 von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Augsburg ernannt.
Dieses Amt übte Bischof Dr. Walter Mixa bis zum 8. Mai 2010 aus.
Als Ehrengäste zum Patroziniumsfest in Illerzell waren auch
Maria Elisabeth Gräfin Thun-Fugger und ihr Ehegatte Jaroslav Graf Thun-Hohenstein sowie Bürgermeister Karl Janson eingeladen, die den Festgottesdienst mitfeierten.
Bischof Dr. Walter Mixa widmete seine Predigt zunächst dem Heiligen Ulrich, der, wie oben dargestellt, sich damals furchtlos in den Zeiten der Ungarneinfälle im zehnten Jahrhundert für die Christenheit einsetzte.
Auch heute sei das Christentum von mancherlei Gefahren bedroht.
Das Kreuz ist eine Herausforderung, sagte der Bischof.
Es stehe mitten in unserem Leben, so wie in der Pfarrkirche St. Ulrich Illerzell.
Jesus am Kreuz mit seinen ausgebreiteten Armen zeige aber, dass er für die Menschen mit für sie geöffnetem Herzen da sei. Er ist die Liebe und Barmherzigkeit.
Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor, geleitet von Bastian Fleck, festlich gestaltet.
Nach dem Gottesdienst segnete der Bischof viele Kinder, gab Autogramme und begegnete den Gläubigen sehr offen und mit Freude auf dem Dorfplatz in Illerzell.
Ferner trug er sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Vöhringen ein.
Ein großes Ereignis für die lebendige Pfarrgemeinde Illerzell, ein strahlender Sonnentag.
„Schöner hätte der Tag des Patroziniums nicht ausfallen können“, wie es in der Berichterstattung der Illertisser Zeitung zutreffend hieß.