„Männer mag man eben“, vor allem beim Männergesangverein Illerberg

Schnell war den vielen Zuhörern in der vollbesetzten Mehrzweckhalle in Illerberg klar, der Abend gehört wohl den Männern.
Rein vorsorglich hatten sich die beiden jungen Moderatorinnen Franziska Hermann und Julia Danner schon mal als „Franz“ und Julius“ ausgegeben.
Sie wollten sich nicht allzu bald als Frauen outen und zunächst einmal den Herren der Schöpfung den Vortritt lassen.
Die Chorleiterin Hannelore Lux hatte eine tolle Liedauswahl getroffen und „ihren“ Männern das musikalische Gefühl gegeben, der Abend ist nur für die Männer da.
Doch ihrem frischen Dirigat unterwarfen sich dann doch alle Sänger, die an diesem Abend mit ganz neuer Begeisterung und viel Stimmgewalt zu glänzen wussten.
Offensichtlich von dem Motto diesjährigen Konzertabends „Männer mag man eben“ sangen sie wie neu beflügelt.
Munter, frech, fetzig und auch in neuem farblichem Outfit wurde ein Hit nach dem anderen vorgetragen.
Aber auch manch alt bekannte Trinklieder wurden mit viel männlichem Charme zu Gehör gebracht.
Die Bühne wurde schnell zur gemütlichen Bierstube.
Dem routinierten und stimmgewaltigen Gesangssolisten Anton Rudolf war das Solo „Dr G’sangverei“ geradezu auf den Leib geschrieben.
Und Volker Köhler wusste mit seinem Peter-Alexander-Hit „Die kleine Kneippe“ seine Premiere als Solist gleichfalls bestens zu gestalten.
Nicht fehlen darf in diesem Reigen natürlich das Illerberger Gesangsensemble „8-Zylinder“, die einmal mehr sehr gekonnt, lebendig und musikalisch vielseitig dem Titel des Konzertes gerecht wurden.
„Sie standen voll im Leben, Männer mag man eben“.
Ja, auf den „8-Zylinder“ ist stets Verlass.
Sie sind nicht irgendwer, was Benno Engelharrt mit seinem solistischen Beitrag „Ich will keinen Porsche Turbo“ nochmals untermauerte und elegant gesanglich umschrieb.
Wer aber gedacht hatte, dass nur Männer um die 50 aufwärts attraktiv sind, wurde schnell am Abend eines besseren belehrt.
Unter der Leitung von David Berlinghof wusste im Weiteren das junge Chorensemble „Stimmwerk“  absolut zu überzeugen.
Humorvoll, mit viel Hintersinn und gesanglich bestens vorbereitet, wussten die jungen Männer und Frauen sich bestens zu präsentieren.
Erstaunlich, wie sich dieses junge Ensemble gesanglich weiterentwickelt hat.
Sie gaben dem Abend noch eine weitere besondere Note.
Spätestens bei dem bekannten Kultlied „Marmor, Stein und Eisen bricht“ waren denn auch alle Dämme gebrochen.
Ohne Frauen geht‘ s wohl gleichfalls nicht, man mag sie eben.
Kompliment für diesen erfrischenden Abend, der den Zuhörern sicherlich in bester Erinnerung bleiben wird (siehe hierzu auch Sonderseite).