Illerzeller Bühnenwusel

Das Publikum war bei allen bis auf den letzten Platz ausverkauften Veranstaltungen im Gasthaus „Zum Brückle“ in Illerzell vollauf begeistert.
Schon während der Aufführung gab es mehrfach immer wieder Szenenapplaus.
Erstaunlich, mit welch großer Selbstsicherheit und Lebendigkeit, angefangen von der Mimik und Gestik bis hin zur Sprachgewandtheit, sie dieses Märchen inszeniert hatten.
Ute Hieber hatte seit dem Frühsommer intensiv mit den Kindern und Jugendlichen dieses Stück einstudiert, assistiert von Hans-Peter Span und Winfried Keller, die mit zum Regieteam gehörten.
Die einzelnen Rollen waren den jungen Künstlern fast auf den Leib geschrieben.
Sie identifizierten sich selbst nach der Aufführung noch mit ihrem Part, so groß war die Spiellust.
Vielleicht war es auch mit ein Grund, dass sie ihre Rollen bereits in den jeweiligen Kostümen geprobt hatten.
Ute Hieber ist es jedenfalls bestens gelungen, diese Spielfreude zu vermitteln.
Die märchenhafte von Helmut Holzapfel gestaltete Bühnenlandschaft, die lebendige Ausdrucksstärke und Gestaltung, die überzeugende Darstellung von Gefühlen und die große Kreativität trugen sehr zu diesem großartigen Erfolg bei.
Die Theatergruppe „mundArt“ Illerzell muss sich um die Zukunft des Vereins wohl keine größeren Sorgen machen.
So viele junge Talente sind allein Zukunft.

Nur noch kurz zum inhaltlichen Geschehen:
Prinz Frechdachs wird vom König in den Wald verbannt, weil er sehr aufmüpfig ist.
Im Wald soll er zur Besinnung kommen.
Aber dort muss er erst einmal allerhand Abenteuer überstehen.
Er trifft hierbei auf viele bekannte Märchenfiguren, einen Riesen, ein tapferes Schneiderlein, einen zum Frosch verwandelten Königsohn, eine gute Fee und die Goldmarie.
Der Hofnarr und zwei freche Raben sind gleichfalls mit von der Partie.
Am Schluss des traumhaften Märchenspiels gibt es natürlich ein „Happy End“.
Selbst der König ist am Ende wieder glücklich und zufrieden (siehe hierzu auch die Sonderseite).