Begegnung im Rahmen des Schüleraustausches

21 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus unserer Partnerstadt Vizille waren bis zum vergangenen Wochenende im Rahmen des Schüleraustausches zu Gast in Vöhringen.
Traditionsgemäß gab es auch einen Empfang der Stadt Vöhringen.
Bürgermeister Karl Janson, der diese Städtepartnerschaft mit Vizille mitbegründet hatte, war sichtlich stolz und auch dankbar über diese Begegnung.
Die zwischen den beiden Ländern Deutschland und Frankreich bestehende Freundschaft sei ein unbezahlbares Geschenk.
Wenn man sich zurückerinnere, so haben lange Zeit kriegerische Auseinander-setzungen das Verhältnis beider Staaten geprägt.
Das jeweilige Nachbarland war der erklärte „Erbfeind“.
Aus „Erbfeinden“ wurden befreundete Nachbarn und Motoren des europäischen Einigungs- und Integrationsprozesses.
Wie selbstverständlich erscheint dies – grenzenlos reisen in Europa und in vielen Ländern in einer gemeinsamen Währung bezahlen.
Heute bestehen rund zweieinhalb tausend Städtepartnerschaften zwischen französischen und deutschen Kommunen.
Viele sind zwar in der Nachkriegszeit entstanden, aber genau so viele auch heute.
Und gerade diese Städtepartnerschaften, so Bürgermeister Karl Janson, lassen diese Freundschaft, Versöhnung und Wiederannäherung lebendig werden.
Sie werde getragen von den Bürgern selbst.
Sie beugen auch dem Wiedererstarken nationaler Ressentiments vor.
Und aus manchen dieser bilateralen Städtepartnerschaften sind sogar trilaterale Städtepartnerschaften geworden, so auch in Vöhringen mit der Stadt Venaria Reale, Italien.
Viele der Herausforderungen unserer Zeit sind auch in den Nachbarländern gleich.
Die Themen Bildung, Familien, Energieversorgung, Arbeitslosigkeit oder die demo-graphische Entwicklung der Bevölkerung bis hin zu den Themen Zuwanderung, spielen in jedem Land eine Rolle.
Man könne gegenseitig hier voneinander lernen und manches Vorurteil abbauen.
Der Erfahrungsaustausch der Städte sei immer befruchtend.
Jedoch solle man die unterschiedlichen Kulturen durchaus bewahren.
Sie sind es, die gerade die Begegnung noch attraktiver und facettenreicher machen.
Es wäre schade, so Bürgermeister Janson, wenn es die Unterschiede der Regionen und Kulturen nicht mehr gäbe.
Das friedliche, tolerante Miteinander unterschiedlicher Nationen und Kulturen wie der unterschiedlichen Lebensweisen gebe Kraft und Motivation, Europa weiterzuentwickeln und den Dialog aufrechtzuerhalten.
Abschließend stellte Bürgermeister Karl Janson die Stadt Vöhringen in seiner gesamten Entwicklung und Bandbreite vor, die Entwicklung von einer kleinen landwirtschaftlichen Ansiedlung hin zu einer jungen und modernen Stadt, in der es sich lohnt, zu leben, zu arbeiten und zu wohnen.

Inwieweit die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten den „Gumpigen Donnerstag“ in Vöhringen kennenlernten, diese Information lag uns bei Redaktionsschluss leider noch nicht vor.
Offensichtlich hatte die Begegnung aber sehr viel Spaß gemacht.
Manche Freundschaft ist aus diesem Schüleraustausch entstanden.