Neujahrsempfang 2020

Der gemeinsame Neujahrsempfang der kirchlichen und politischen Gemeinde hat in Vöhringen schon eine lange Tradition. Und Traditionen soll man pflegen

So luden auch in diesem Jahr Herr Dekan Martin Straub für die Pfarrgemeinden St. Michael Vöhringen, St. Martin Illerberg und St. Ulrich Illerzell sowie Bürgermeister Karl Janson für die Stadt Vöhringen am 1. Januar 2020 zum Neujahrsempfang in das Josef–Cardijn-Haus ein, um den Start ins neue Jahr gemeinsam zu feiern.

Und zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Gäste aus den Bereichen der Wirtschaft, der Gesundheit, der Kindertagesbetreuung, der Schulen, der Kirchen,  der Sozialverbände sowie einer großen Anzahl von Vertretern der örtlichen Vereine und Organisationen folgten dieser Einladung.

Einen ersten Glanzpunkt setzte die musikalische Umrahmung dieses festlichen Empfanges mit dem Ensemble „Klangfusion“, mit Dieter Kraus am Saxofon und Uwe Lange an der Gitarre.

Ein erfrischender Auftakt, der auch für einen Moment Gelegenheit zum Innehalten bot.

Fasziniert waren die Zuhörer im Weiteren von der erst zwölf Jahre alten und äußerst talentierten Pianistin Dascha Klimas, die mit „Bildern einer Ausstellung“  des russischen Komponisten Modest Petrowitsch Mussorgski ein eindrucksvolles Tongemälde zu schaffen wusste.

Auch ihre zehn Jahre alte Schwester Sascha stand ihr mit ihrem Instrument Violine, so z.B. beim Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, begleitet von ihrem Vater Alexander Oleksandr Klimas, kaum nach; zwei außergewöhnliche Mädchen mit großer künstlerischer Zukunft.

Bürgermeister Karl Janson wünschte zunächst allen Gästen des Neujahrsempfangs ein frohes, erfolgreiches, glückliches, gesundes und vor allem auch friedvolles Neues Jahr 2020.

Das neue Jahr beginne mit der Hoffnung, durch das Vergangene nicht festgelegt zu sein, vielmehr wieder einen Anfang setzen zu können.

Es gleiche einem ungeschriebenen und leeren Blatt und wir alle hoffen, dass gute Worte und Ereignisse, frohe Augenblicke und erfüllte Begegnungen die vielen noch ungeschriebenen Blätter füllen werden.

Das Jahr 2019 habe die Stadt Vöhringen bei vielen wichtigen Themen der Stadtpolitik erneut große Schritte voran gebracht.

Vöhringen sei eine attraktive, eine junge, vitale und wachsende Stadt.

Viele neue Aufgaben und Herausforderungen stellten sich in dem zurückliegenden Jahr 2019, wie z.B. die Schaffung von Wohnraum für junge Familien, die Schaffung von zusätzlichen Betreuungsmöglichkeiten für unsere Kleinsten, die Sanierung unserer schulischen Einrichtungen, die Neuausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten oder die Ansiedlung innovativer Unternehmen.

Eine nachhaltige Stadtpolitik für die Betreuung, die Bildung und unsere Schulen, für unsere Umwelt und den Klimaschutz, für die nötige soziale Balance und sportliche wie kulturelle Attraktivität spiegle sich so in den vielen im Jahr 2019 in Angriff genom-menen Vorhaben wider.

Ein besonderes Augenmerk und Aufmerksamkeit habe ferner einer menschlichen Zuwendung gegenüber den sozial Schwächeren, den Behinderten, den kranken und älteren Mitmenschen gegolten.

All jenen wolle die Stadt Vöhringen Heimat und Geborgenheit geben.

Die Stadt Vöhringen stehe trotz angespannter Haushaltslage insofern gut da.

Der Einsatz und die Tatkraft vieler Menschen, die hier wirken, habe gute Früchte getragen.

Die Stadt Vöhringen habe dabei sicherlich auch von der guten Konjunktur der letzten Jahre profitiert.

Die Beschäftigungsquote sei auf einem ungewöhnlich hohen Stand.

Aber für die Zukunft bleibe gleichwohl weiterhin noch viel zu tun.

Als Beispiel nannte er den weiteren Ausbau der Plätze in den Kindertagesein-richtungen.

Aber es fehle an einem sicheren Planungskonzept und an einer verlässlichen Finanzierung, denn in Bayern sei das Sonderprogramm des Bundes bereits völlig ausgeschöpft.

Trotzdem möchte die Stadt ihre Vorhaben auch zeitnah umsetzen.

Aber es stelle sich hierbei vor allem auch die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Die Haushaltslage, so Janson, werde sich 2020 als angespannt erweisen.

Bei der Breitbandversorgung habe man in den letzten Jahren sehr erfolgreich einen ganz hervorragenden Schritt nach vorne getan und eine nahezu flächendeckende gute Versorgung in unserer Stadt Vöhringen geschaffen.

Aber auch hier schreite die Technologie so schnell voran, dass die Infrastruktur fast nicht mithalten könne.

Ein weiteres Handlungsfeld sei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Neuausweisung von Wohngebieten.

Auch hier seien aber Grenzen gesetzt.

Zum einen müsse man diese Flächen zur Verfügung haben.

Zum anderen habe Wachstum seinen Preis im Hinblick auf Folgekosten wie die Schaffung der nötigen Infrastruktur und den Preis der Flächeninanspruchnahme.

Natürlich gehe man mit Grund und Boden nachhaltig und schonend um.

Man beschäftige sich nicht erst seit dem Jahr 2019 mit dem Klimaschutz.

Die Stadt Vöhringen sei bereits seit 25 Jahren Mitglied im größten europäischen Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, welche sich dem Klimaschutz widmen und sich für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor Ort einsetzen.

Grundpfeiler des kommunalen Klimaschutzes seien Energieeinsparungen und Energieeffizienz, die Nutzung regenerativer Energiequellen und klimaschonende Mobilität.

Unsere Stadt soll für jüngere Menschen wie für die Älteren attraktiv sein und bleiben, so Bürgermeister Janson.

Man habe vieles schon erreicht.

Man werde aber auch weiterhin gefordert sein.

Eine Stadtentwicklung sei ein nie abgeschlossener Prozess.

Vor allem tragen zum Gelingen auch viele aktive und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger bei.

All diesen vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg in den verschiedensten Lebensbereichen engagiert haben, galt Jansons abschließender Dank.

Stadtpfarrer und Dekan Martin Straub machte ein häufig rezipiertes Diktum des ehemaligen Verfassungsrichters und Rechtsphilosophen Ernst-Wolfgang Böckenförde zur Grundlage seiner diesjährigen Neujahrsansprache, der gesagt hatte: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“.

In Bezug hierauf stelle sich für ihn, so Dekan Martin Straub, nicht die Frage, ob ein Kreuz in öffentliche Einrichtungen gehöre.

Er glaube, dass dieser Vorschlag richtig sei und weder dem Wesen des Christentums widerspreche noch der weltanschaulichen Neutralität des Staates.

Es gehe beim Kreuz auch nicht um ein beliebiges religiöses Symbol.

Das Kreuz als Zeichen der Feindesliebe und der Gewaltlosigkeit sei das Gegenteil von Intoleranz und religiöser Vereinnahmung.

Mit der Debatte um das Kreuz im öffentlichen Raum werde also eine wesentliche Frage berührt, nämlich kann die Würde des Menschen, die Freiheit und Stabilität unserer Gesellschaft langfristig auf diese Fundamente verzichten, auf denen sie historisch gewachsen sind.

Pfarrer Dr. Jochen Teuffel freute sich über die schöne Gemeinschaft am Beginn des neuen Jahres.

Wörtlich sagte er: „Wir alle sind mögenswürdig, will heißen, wir mögen uns.“

Dies sei schon eine gute Grundlage für die Zukunft.

Man möge auch mehr Gelassenheit zeigen.

Er wünsche sich ab und zu mehr eine Betrachtung von oben, aus der Ballonperspektive und mehr Abstand von selbstgerechten Urteilen.

Landrat Thorsten Freudenberger wiederum kritisierte die die fehlende Wertschätzung der Menschen, wie man sie in den modernen Kommunikationsmitteln täglich nachlesen könne.

Es bedürfe einer klaren und entschlossenen Haltung, sich diesen Verunglimpfungen entgegenzustellen.

Er hatte auch eine freudige Botschaft in sein Grußwort zum Neujahrsempfang eingebunden, den zeitnahen Ausbau der Illertalbahn, d.h. deren Zweigleisigkeit.

Er gehe davon aus, dass diese Zweigleisigkeit auf freier Strecke bald angepackt werden könne.

Bei einem Glas Sekt und einem kleinen Imbiss wurden all  diese hoffnungsvollen Neujahrsgedanken noch freudig vertieft.

Ein schöner und gelungener Auftakt in das neue Jahr 2020.

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