Sternsinger im Vöhringer Rathaus

Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit dem Beginn des Dreikönigssingens der Sternsinger im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt bereits eine Milliarde € gesammelt.

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Segen bringen, Segen sein.

Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“.

 

Das ist das Motto der aktuellen Sternsingeraktion 2018.

Es geht um das Engagement gegen ausbeuterische Kinderarbeit vor allem auch in Indien.

 

Kinder sind zwar durch internationales Recht in fast allen Staaten der Erde vor Ausbeutung geschützt.

Die meisten Staaten erkennen das Recht des Kindes an, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt und nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwick-

lung schädigen konnte.

So legt es auch zumindest die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen

fest.

Die Wirklichkeit sieht aber leider noch immer anders aus.

Weltweit arbeiten 168 Millionen Kinder und Jugendliche.

Die weitaus meisten tun das nicht freiwillig, viele werden ausgebeutet und missbraucht.

Allein in Indien, dem Beispielland der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen, arbeiten rund 60 Millionen Kinder.

Die Folgen für das Leben und die Entwicklung junger Menschen sind verheerend. Schutz, gesunde Entwicklung, Bildung und Spiel werden ihnen vorenthalten, sie werden eingespannt in ein unbarmherziges System.

Kinder, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen, werden zu

Objekten gemacht.

Ihre Würde wird jeden Tag verletzt, ihre unveräußerlichen Rechte werden ihnen genommen.

Das verletzt nicht nur geltendes Recht, sondern steht auch in elementarem Widerspruch zum christlichen Menschenbild.

Der Papst nennt Kinderarbeit in diesem Zusammenhang unmissverständlich ein

„Verbrechen gegen die Menschheit“, das sich „hinter der Maske scheinbar akzep-tierter Gewohnheiten“ verbirgt.

„Jedes Kind muss spielen, lernen, beten und wachsen können, in der eigenen Familie, in einer harmonischen Umgebung von Liebe und Unbeschwertheit“, so Papst Franziskus.

Überall in Deutschland, so auch in unserer Stadt Vöhringen, sind deshalb

rund um den Dreikönigstag Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs.

Verkleidet als „Heilige Drei Könige“ ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus und schreiben "C+M+B" an.

Der Segensspruch «20 C+M+B 18» steht für das lateinische

 

«Christus mansionem benedicat» («Christus segne dieses Haus»).

 

Anfang und Ende ist die geteilte Jahreszahl.

Der Spruch wird mit Kreide  an die Türen geschrieben. invented by Teads

Dieser katholische Brauch ist bereits im 16. Jahrhundert bekannt.

 

Die Sternsinger der Pfarrei St. Michael machten sich auch auf den Weg ins Vöhringer Rathaus.

Dort wurden Sie traditionell von Herrn Bürgermeister Karl Janson empfangen,

der den Sternsingern für diese beispielhafte Aktion für alle Kinder in der Welt besonders dankte.

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